Hilfskonvoi

„Etwas tun gegen die Ohnmacht“: Spendenkonto eingerichtet

2,5 Millionen Menschen leben alleine in den Flüchtlingslagern im kurdischen Teil des Nordirak. Bitte helfen Sie helfen! Konto „Hilfe für Kurdistan": IBAN: CH 71 8102 3000 0037 2635 9

Postkonto: 90 – 1608-4, Raiffeisenbank Appenzell

zu Gunsten: CH 71 8102 3000 0037 2635 9 Kath. Kirchgemeinde Teufen-Bühler-Stein, 9053 Teufen AR

Jeder Spendenfranken geht 1 zu 1 direkt in die Überlebenshilfe. Damit finanzieren wir den Kleidertransport und den Weiterausbau der Wasserversorgung. 

Hilfe zur Selbsthilfe

Projektzusammenfassung:

Die Naynava-Ebene ist bekannt für ihre fruchtbaren Böden und Landwirtschaft. Für viele Jahrzehnte waren die Menschen in diesem Gebiet von der Landwirtschaft abhängig, um ein Einkommen errzielen. Der jüngste Konflikt hat einen verheerenden Einfluss auf die Landwirtschaft. Die meisten Landwirte verloren ihre landwirtschaftlichen Geräte Die meisten Menschen in der Naynava Ebene sind zu arm, um aus eigener Kraft, ihre Landwirtschaftsbetriebe wieder aufzubauen. Ohne Spenden wird sich ihre Lage weiter verschlechtern und sie werden weiter auf Hilfe von Dritten abhängig sein.

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Hilfprojekt Kurdistan - wir machen weiter....

Die katholische Kirchgemeinde Teufen-Bühler-Stein hat eine Kleidersammlung durchgeführt, die gesammelten Güter wurden mit 5 Lastwagen in den Raum Dohuk der autonomen Region Kurdistan transportiert und verteilt. In verschiedenen Spendenaufrufen wurde Geld für den Kauf von Lebensmittel für die hungerleidenden Bewohner in den Flüchtlingscamps gesammelt. Jeder einzelne Spendenfranken der rund CHF 80'000, die wir als Bargeld mitgenommen haben, wurde in Nahrungsmittel umgesetzt. Der Einsatz hat sich mehr als gelohnt. Er hat den von den IS vertriebenen Menschen aus Syrien und dem Irak, die in den UNHCR-Camps leben müssen, ein kleines Stück Würde und Leben zurückgebracht. Die Kleider- und Lebensmittelverteilung erfolgte in Zusammenarbeit mit der Barzani Charity Foundation (BCF, siehe auch http://barzanifoundation.org/e/), die eine wesentliche Rolle bei der Betreuung von ca. 2‘500‘000 Flüchtlinge in der autonomen Region Kurdistan spielt.
Nebst der oben genannten Soforthilfe hat sich die Kirchgemeinde zum Ziel gesetzt, nachhaltige Unterstützung/Hilfe in einem besonders hilfsbedürftigen Gebiet zu leisten:
Die Jesidinnen und Jesiden der Gebiete um die 100'000 Stadt Sindschar leiden überdurchschnittlich. Sindschar wurde komplett zerstört mit der Absicht, dasselbe mit der Bevölkerung zu tun. Tausende von Frauen und Kinder wurden versklavt. Von 5'000 Frauen aus Sindschar Stadt fehlt bis heute jede Spur. Die Überlebenden von Sindschar (rund 30'000 Menschen) leben heute im Gebirge nördlich der Stadt. Eine Rückkehr in die komplett zerstörte Stadt ist in den nächsten Jahren nicht möglich. Wir haben das Ziel, in den Sindschar Mountains Wasserbrunnen zu bohren und dreizehn Schul-Container zu finanzieren, damit die Kinder die Schule besuchen können.

Hier erfahren Sie genaueres über die Projekte

Die Hilfe vor Ort ist die einzige zukunftsorientierte Hilfe. Wenn dort das Überleben nicht sichergestellt wird, entleeren sich die Camps und die Flüchtlinge bewegen sich Richtung Europa.

Spendenkonto Projekte:
Konto: Kath. Kirchgemeinde Teufen-Bühler
Bank: Raiffeisenbank Appenzell
IBAN: CH71 8102 3000 0037 2635 9
BC-Nr: 81023
SWIFT-Code: RAIFCH22A23
Vermerk: Projekte Sindschar

Spendenkonto Lebensmittel:
Konto: Kath. Kirchgemeinde Teufen-Bühler
Bank: Raiffeisenbank Appenzell
IBAN: CH17 8102 3000 0037 2636 1
BC-Nr: 81023
SWIFT-Code:RAIFCH22
Vermerk: Food

 Gerne können wir Ihnen auch einen Einzahlungsschein senden, treten Sie mit uns in Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

„Thank you and God bless you“

Eskandar Saleh referierte in der Kirche Stofel über die Hilfe aus dem Rotbachtal.

Am ersten Fastensonntag weilte der Projektleiter der Barzani Charity Foundation (BCF) in Teufen, wo er sich für die Hilfe aus dem Rotbachtal bedankte und mit eindringlichen Bildern und Zahlen über die Situation in den Flüchtlingslagern in Nordirak berichtete. „Thank you and God bless you“, sagte Eskandar Salih in der katholischen Kirche.

Eskandar Saleh, von seinen Schweizer Freunden Alexander genannt, hat auch die Verteilung der Hilfsgüter aus dem Rotbachtal koordiniert. Er kennt die Not der Flüchtlinge wie kein Zweiter, ist seine Organisation doch für die Betreuung der insgesamt 50 Flüchtlingslager zuständig. 2,5 Millionen Menschen sind vor den Greueln der Terrormiliz IS aus Syrien und anderen Regionen des Irak in die Autonome Region Kurdistan geflohen, wo sie in Sicherheit leben können, beschützt von der kurdischen Armee, der Peschmerga. Unter Aufsicht des Roten Kreuzes und der UNO sorgt das kleine Land, das selber nur rund 5 Millionen Einwohner zählt, für ihren Lebensunterhalt.

Die Barzani-Stiftung wurde 2005 von Staatspräsident Barzani gegründet. Ihr Hauptziel ist, das Leben von Flüchtlingen in menschlicher Würde zu schützen. Haupttätigkeiten sind die Verteilung von Lebensmitteln, die Beschulung der Kinder, die Ausbildung in handwerklichen Fähigkeiten sowie die Unterstützung von Waisen und Betagten, dies unabhängig von Herkunft und Religion. „Wir machen, im Unterschied zu vielen anderen Organisationen, keinen Unterschied zwischen Christen, Jesiden oder Muslimen.“

Die aktuelle Flüchtlingssituation

Emotionslos präsentierte Eskandar Salih Bilder und Zahlen zur aktuellen Situation der Flüchtlinge. Rund 7,6 Millionen sogenannte Binnenflüchtlinge aus Syrien und 3,4 Millionen aus dem Irak leben zurzeit in der Region, davon 2,5 Millionen allein in der autonomen Region Kurdistan. Der Befreiungskampf um die Stadt Mossul führt täglich zu neuen Flüchtlingsströmen.

„Allein seit Samstag, als ich in der Schweiz angekommen bin, sind wieder 800 Familien oder insgesamt 3500 Menschen aus dem Grossraum Mossul nach Kurdistan geflohen.“ In grossen Bussen werden sie von der Kriegsfront, wo die Peschmerga in Stellung ist, in die Lager gefahren. Tag und Nacht, 24 Stunden stehen die Mitarbeiter der Barzani-Stiftung bereit, um die Flüchtlinge aufzunehmen und sie zweimal täglich mit einer warmen Mahlzeit zu versorgen. Die Lebensmittelversorgung wird auch vom Welternährungsprogramm unterstützt, bei einem Budget von unter 10 Dollar pro Monat und Person. So verteilte alleine die Stiftung im vergangenen Jahr 10 Millionen Mahlzeiten.

Die Greuel des IS

Die Barzani-Stiftung ist die einzige Organisation, die sich für die speziell verfolgte Minderheit der Jesiden einsetzt. Von den rund 5 Millionen in Mitteleuropa lebt eine halbe Million in Irak. 200’000 sind von der Gewalt besonders betroffen, 6000 wurden getötet, rund 2000 sind verhungert. Gegen 3500 Jesiden wurden gekidnappt und versklavt. Die IS hat ganze Dörfer ausgelöscht. In einem Fall wurde in einem Dorf mit 1200 Einwohnern an einem Tag die ganze Bevölkerung ermordet, Häuser, Kirchen, Einrichtungen wurden systematisch  zerstört, junge Frauen und Kinder nach Mossul verschleppt, wo sie als Sklaven gehalten oder verkauft wurden. Nur 20 Bewohner überlebten.

Systematisch verfolgt werden aber auch die Christen. Lebten 2003 noch eine Million Christen in Irak, sind es zurzeit noch 350’000. 90 Prozent von ihnen leben nun in Kurdistan. 125’000 von ihnen erlebten die IS-Gewalt hautnah, 200o wurden getötet, rund 125 Kirchen wurden zerstört. Wer vor dem Gewaltregime nicht fliehen kann, wird gezwungen, zum Islam überzutreten. Ziel der Barzani-Stiftung ist, dass die Jesiden und Christen im Land verbleiben, damit die kulturelle und religiöse Vielfalt der Bevölkerung nach der Befreiung vom IS-Gewaltregime erhalten bleibt.

Für den Wiederaufbau bereit

Etwas vom Wichtigsten ist die Beschäftigung, sagte Saleh. So werden für Frauen Kurse für Nähen oder die Säuglingspflege angeboten und die Kinder beschult. Ganz besonders am Herzen liegt der Stiftung das Schicksal der insgesamt 18’000 Waisen. Sie erhalten ein Taschengeld, Schulmaterial und werden begleitet, bis sie eine Ausbildung in Angriff nehmen können. Alles mit dem Ziel, nach der Rückkehr in ihrer Heimat am Wiederaufbau des Landes mitarbeiten zu können.

Die Hilfe aus dem Rotbachtal

Eskandar Saleh legte auch Rechenschaft darüber ab, wie die Hilfe aus dem Rotbachteil an die Bedürftigsten unter den Flüchtlingen gelangte. Rund 1200 Schachteln mit Kleidung wurden an die Familien verteilt, 400 Familien konnten mit den Lebensmitteln für 3 Monate versorgt werden. 3000 Säuglinge erhielten Pulvermilch und Windeln. „Ich bin in der Zwischenzeit der Fachmann für Windeln“, flocht der Flüchtlingshelfer Ueli Schleuniger, der als Projektleiter bereits dreimal in Nordirak weilte und das Referat von Salih simultan übersetzte, schmunzelnd ein.

Dank Spenden aus dem Rotbachtal sowie einem namhaften Beitrag des Bistums St. Gallen konnte für die 17’000 Jesiden, die in einem separaten Flüchtlingscamp auf 1400 m über Meer in den Sindschar-Mountains leben, ein Schulbus sowie ein Traktor mit Anhänger für die Kehrichtentsorgung angeschafft werden. Die Jesiden erhielten rund 400 Säcke mit Hygieneartikeln.

Keine einmalige Aktion„Wenn alles stirbt, auch die Würde des Lebens, braucht es Leute wie Eskandar Saleh, die hinschauen und hingehen“, sagte Diakon Stefan Staub, welcher die Hilfe aus dem Rotbachtal initiiert hatte. Er machte deutlich, dass es sich nicht um eine einmalige Aktion gehandelt hat. So werden bereits Spenden für einen weiteren Schulbus gesammelt, und Ende Jahr ist ein weiterer Hilfskonvoi angedacht. Die Freiwilligen aus dem Rotbachtal hätten sich an ihrer letzten Zusammenkunft mehrheitlich bereit erklärt, weiterzumachen.

Befreiung von Mossul steht kurz bevor

Am Gottesdienst nahm auch der frühere Niederteufner Zahnarzt Fauzi Kaddur teil, der in der Zwischenzeit diplomatischer Repräsentant der Autonomen Region Kurdistan in der Schweiz mit Sitz in Bern ist. In einem Gespräch mit der Tüüfner Poscht zeigte er sich überzeugt, dass die Befreiung von Mossul kurz bevorstehe. Damit wären die Voraussetzungen gegeben, dass Kurdistan noch dieses Jahr die völlige Autonomie erlange. Dank dem Kampf der Freiwilligen-Armee Peschgawar werde nicht nur die Region vom IS-Regime befreit, sondern auch Europa vor deren Eindringen geschützt. Nur dank grossen Erdölvorkommen und der Tatsache, dass alle gratis arbeiteten, sei sein Land überhaupt in der Lage, das Überleben der 2,5 Millionen Flüchtlinge sicherzustellen.

Hier gehts zum Bericht in der Tüüfner Poscht

 

Mit Peschmerga, Kleidern und Essen: Wie die Pfarrei im Irak vor Ort hilft

Wir haben es geschafft! Den unzähligen Frewilligen ist es zu verdanken, dass über 60 Tonnen Hilfsgüter der Pfarrei Teufen-Bühler-Sten und Lebensmittel in der Höhe von rund CHF 80'000 zu den Menschen in den UNHCR-Flüchtlingslagern in irakischen Kurdistan gebracht werden konnten.

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Die Dokumentation einer aussergewöhnlichen Reise - Erlebnisberichte vom Sondertrupp in Kurdistan

Verschaffen Sie sich selbst einen Eindruck von der Reise der fünf Ostschweizer die sich an die IS-Front wagten um Gutes zu tun und Hoffnung zu schenken....

 

konvoi domiz 2 7 4 20

Stundenlanges Warten auf Lebensmittel-Nothilfe

 

dohuk stefan 6 4 13

Hilfe aus Teufen: Bewegende Momente der Dankbarkeit

 

sinjar stefan 8 4 10

Besuch in der Jesidenstadt Sinjar: Bilder des Grauens

 

peschmerga frauen stefan 9 4 5 

Eindrücklicher Besuch bei der „Frauen-Peschmerga“

 

erbil basama camp 1

Hilfe für die Überlebenden des IS-Terrors

 

konvoi rueckkehr flughafen 12 4 29

Müde, aber mit vielen Erfahrungen im Gepäck

Der Konvoi ist glücklich in Dohuk angekommen

Nach zehn Tagen auf einer 5’500 Kilometer langen Reise sind die drei Sattelschlepper mit der kostbaren Fracht aus Teufen am Freitagabend in Dohuk angekommen und von der Begleitgruppe in Empfang genommen worden.

Hier gehts zum Bericht von der Tüüfner Post

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Pfarreisekretariat
Denise Engeler

+41 (0)71 333 13 52
sekretariat@kath-teufen.ch