Hilfskonvoi

Ein Funke Hoffnung: Flüchtlingszelte im Sjnschar-Gebirge werden erneuert

 

Ein Berg wie ein Mahnmahl...: das Flüchtlingscamp der Yeziden im Sjnschafr-Gebirge braucht unsere Hilfe

Anfahrt zum 1‘463 Meter hohen Berg Sinjar, der wie eine Falte im Tischtuch aus der flachen, von Menschen entleerten Ninive-Ebene im Nordwesten des Iraks herausragt. Man fühlt sich nicht ganz wohl dabei. In der teilweise u-förmigen Hochebene auf über 1‘100 M.ü.M. angekommen, wird man erfasst vom Anblick des zerstreuten ‚Camps‘ namens „Sardasht“ – ‚Was um Gottes Willen ist das?!‘ – Ergriffen nimmt man eine der primitiven Behausungen nach der anderen wahr. Und die Menschen. Über 2‘200 Familien, mehr als 13‘000 Menschen, der ethnisch-religiösen Minderheit der Yeziden harren hier aus. Versuchen hier seit 2014 zu überleben. Fünf Jahre später sieht keine Weltöffentlichkeit mehr hin, auch nicht das UN-Kommissariat für Flüchtlinge (UNHCR). Der IS ist aus der Region vertrieben. Die Yeziden, die auf dem Berg blieben, sind seit geraumer Zeit dort gefangen. Sie können nicht mehr weg. Gezwungen, unter diesen harten, unwirtlichen Bedingungen auszuharren, ohne wirkliche Perspektiven für die Zukunft, solange sich die politisch-militärische Grosswetterlage nicht grundsätzlich verbessert. Davon ist nichts zu erkennen, schlimmer noch, die Situation hat sich seit Monaten verdüstert, weil shiitische Milizen aus dem Iran (!) den Berg unter ihre Kontrolle gebracht haben. – Seit Jahrhunderten ist dieser wegen seiner geografischen Lage strategisch so wichtig für die Regionalmächte. Die yezidische Minderheit, deren Kultur und Glauben bis ins 3. bis 4. Jahrtausend vor Christus zurückgehen und somit weit älter ist als das Christentum und der Islam, von diesen dadurch aber mitbeeinflusst wurden, ist seit jeher Spielball dieser Mächte. Ursprünglich war die Region Kurdistan yezidisch, heute gibt es nur noch geschätzte 0.5-1 Mio Yeziden weltweit, immer mehr nur noch zersplittert in der Diaspora. Und auf diesem für sie heiligen Berg harren 13‘000 von ihnen aus.

Was wir aktuell unternehmen wollen

Nach fast fünf Jahren sind viele Zelte und aus Blachen zusammengebaute Behausungen infolge Regen, Wind und Schnee in einem sehr schlechten Zustand, viele Zelte sind zerschlissen. Der Materialnachschub ist wegen der angespannten Lage sehr schwierig, zu- dem haben die Vertriebenen sowieso kaum oder keine finanziellen Mittel. Wir wollen beitragen, dass die schlechtesten Zelte ersetzt werden kön nen. Unser Ziel ist es, mit Ihrer Unterstützung möglichst viele Zelte (Stückpreis US$/CHF 400.-) auf den Berg der Yeziden hoch zu bringen. Für Informationen hilft das Pfarreisekretariat gerne weiter.Hier geht's zum Download des Flyer

Spendenkonto: 

IBAN: CH 71 8102 3000 0037 2635 9, lautend auf : Kath. Kirchgemeinde Teufen-Bühler-Stein, Hilfskonvoi, 9053 Teufen AR, Vermerk: "Projekt Zelterneuerung"

SWIFT: RAIFCH22

IID (BC-NR): 81023

Fragen?

Pfarreisekretariat
Denise Engeler

+41 (0)71 333 13 52
sekretariat@kath-teufen.ch