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Wiederaufbau eines jesidischen Dorfes in der Ninive-Ebene

Die Jesiden - quasi die Ur-Religion der Juden, Christen und Moslems
Die Jesiden: Ein Gott, eine Perle, sieben Engel und eine schwarze Schlange zeichnen ihre 5000- jährige Geschichte. Die jesidische Religion beruht ausschliesslich auf mündlicher Überlieferung. Nach ihrer Tradition glauben sie an einen allwissenden Gott, der die Erde aus einer Perle erschuf und ihr Wohl in die Hände von sieben Engeln legte. Im Verlauf ihrer Geschichte teilten sie ihre Heimat Ninive mit den drei grossen monotheistischen Religionen: dem Judentum, dem Christentum und dem Islam. Sie integrierten das ihnen einleuchtende ihrer drei Schwester-Religionen in ihre eigenen jesidischen Traditionen. So kommt es, dass die Jesiden die Engel und Jesus kennen.

Vergewaltigung, Versklavung und Genozid: Die Jesiden dem Hass des IS ausgesetzt
Am 4. August 2014 fielen die Terroristen der Miliz des Islamischen Staats (IS), in der Region „Daesch“ genannt, in die jesidische Stadt Sinschar und die umliegenden Dörfer ein. Sie plünderten, zerstörten und mordeten systematisch. Es kam zu Massenexekutionen und Massenvergewaltigungen. Auf einen Schlag verloren Familien ihre Väter. Erschossen, geköpft durch den IS und ihrer krankhaften Ideologie eines islamistischen Kalifats. Besonders niederträchtig war die Versklavung von Mädchen ab 9 Jahren und jungen Frauen zwecks Zwangsheirat und -arbeit. Die UNO stufte den Angriff auf die jesidische Bevölkerung als Genozid ein. Es ist der 79. Genozid im Lauf der jesidischen Geschichte. Wer nicht getötet oder verschleppt wurde, floh nach Kurdistan in ein Camp, das von der BCF betrieben wird, aktuell leben in den Camps in den kurdischen Autonomiegebiete rund 6000 jesidische Familien.

Wiederaufbau einer neuen Zukunft
Der Druck auf die Familien, die Camps zu verlassen nimmt zu, da sie von der irakischen Regierung in Bagdad nicht als «echte Iraker» betrachtet werden. Wer die Camps Richtung Heimatdorf verlässt, kehrt aber nach wenigen Wochen zurück ins Camp in Kurdistan, da die Zerstörung in den Dörfern kein Leben ermöglicht. Die liebenswürden, bescheidenen und scheuen Jesiden sind uns im Laufe der Jahre ans Herz gewachsen. Wir möchten ihnen durch den Bau eines Hauses in ihrem Heimatdorf die Rückkehr ermöglichen

Unser Projekt
Finanzierung von einfachen 3-Raum Häusern für familien bis max 6 Personen mit Küche und Bad
Kosten pro Haus: Baumaterial (Zement, Backsteine, Sand, Armierungseisen, Gips, Dach) CHF/US-$ 6'000.-.

Unser Ziel ist es, ein Dorf nahe der Stadt Sjnschar mit 20 Wohneinheiten neu aufzubauen

Kontoverbindung
«Wiederaufbau jesidisches Dorf» in der Ninive-Ebene:

IBAN CH71 8102 3000 0037 2635 9

Kath. Kirchgemeinde Teufen-Bühler-Stein
Stofelweid 1b
9053 Teufen AR
Vermerk: «Wiederaufbau jesidisches Dorf»