Beförderung von Franziska Heigl in Luzern: von der Soldatin zur Frau Hauptmann Armeeseelsorgerin

Franziska Heigl zur ersten Armeeseelsorgerin im Appenzellerland ernannt

Drei Wochen lang drückte unsere neue Seelsorgerin Franziska Heigl nochmals die Schulbank, um sich zur Armeeseelsorgerin ausbilden zulassen. Zusammen mit 18 Deutschschweizer, 7 französisch- und 2 italienisch sprechenden Seelsorgern absolvierte sie als einzige Frau den "Technischen Lehrgang Armeeseelsorge" im Armee-Ausbildungszentrum Luzern und wurde am 13. Mai 2022 in der Kirche Maihof von der Soldatin zur Frau Hauptmann Armeeseelsorgerin befördert. Der jüngste Lehrgang war ein Novum in der Geschichte der Schweizer Armee, da zum ersten Mail zwei jüdische und ein islamischer Geistlicher zu Mitarbeitenden der Armeeseelsorge ausgebildet wurden. Die Entscheidung der Armee, als Institution der Gesellschaft dieses Landes, auch neben der kulturellen, sprachlichen und konfessionellen Vielfalt auch die religiöse Diversität abzuzeichnen, wurde im Vorfeld hitzig diskutiert. Die Befürchtung, dass in der Armee religiöse Extrempositionen vermittelt werden könnten, verhindert ein strenges Assessment, das alle Anwärterinnen und Anwärter im Vorfeld des Kurses durchlaufen müssen. Kirchen und andere religiöse Institutionen, welche in der Armee Seelsorgerinnen und Seelsorger stellen wollen, müssen die Prinzipien der Armeeseelsorge unterschreiben.
Franziska Heigl wird ab dem 1.1.2023 in einen Lehrverband (Rekrutenschule) oder in einen Einsatzverband (WK-Truppen) eingeteilt und jährlich rund 15 – 20 Diensttage leisten

SRF 1 "Echo der Zeit" über die ersten islamischen und jüdischen Geistlichen in der Armee