Die Häuser in Borek werden bezogen
In der Sindjar-Gegend, wo wir Häuser für jezidische Witfrauen bauen, gehört zum sog. umstrittenen Gebiet: Sowohl der Irak als auch Kurdistan erheben Anspruch auf das ca. 3‘000km2 Gebiet. Für die Einreise braucht es daher eine spezielle Bewilligung, die mir aus unerklärlichen Gründen dieses Mal nicht ausgestellt wurde. Ich konnte daher nicht nach Borek reisen. Der verantwortliche BCF-Bauführer Sherzad hat mich mit umfangreichem Bildmaterial und Baufortschrittsberichten über den Stand des Häuserbaus informiert.
5 Wohnhäuser sind fertig gebaut und werden in den kommenden Wochen bezogen. Weitere 5 Wohnhäuser sind noch im Bau und werden bis Anfang Januar 2026 fertig gestellt sein. Damit haben wir ein erstes Zwischenziel von 10 Wohnhäuser erreicht. In Zusammenarbeit mit unserem Partner BCF planen wir den Bau von 10 weiteren Häusern im benachbarten Dorf Hardan, sofern es die Sicherheitslage zulässt. Die Bauarbeiten werden durch lokale Handwerker ausgeführt und werden durch uns bezahlt, eine sehr geschätzte Einkommensquelle.
Die Bewohner der bezogenen Häuser sind sehr dankbar für das neue Heim und können ihre Zukunft neugestalten.
In Borek haben wir auch eine Schneiderei eingerichtet. Die Schneiderin ist sehr dankbar für die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten einzusetzen um durch den Verkauf um die Vermietung von Kleidern Einkommen zu erzielen. Wir ziehen in Betracht, weitere Kleinbetriebe (z. B. Schlosserei, Bäckerei) einzurichten.
Auf dem Gemeindegebiet von Borek befindet sich der Weiler Karsi. Wir konnte eine Schulanlage bestehend aus19 Container liefern. Die Schule vermittelt nicht nur Wissen, sondern ist auch ein wichtiger Ort zur Pflege von sozialen Kontakten zwischen den SchülerInnen.