Ostersignet 2026: Verwandlung ist kein Gefühl. Sie geschieht
Ihr Lieben; ganz ehrlich: Die österlichen Gefühle, die wir vielleicht jetzt haben durch die. Stimmung und die Zeichen, sind selten zu finden. Eher spüren Menschen in ihrem Alltag das Gegenteil: Wer von uns kennt das nicht – das Gefühl, festzustecken?
Nicht weiterzukommen. Gefangen zu sein, weil wir vielleicht nicht wirklich das leben können, was wir gerne möchten…. Wir fühlen uns wie in einem Kokon…
Die Osterkerze 2026 zeigt einen Schmetterling in Gold und Gelb. Haben sie gewusst, dass der Schmetterling seit Urzeiten ein Ostersymbol ist? Er steht für das, was an Ostern geschieht: für Verwandlung aus dem Leben im Kokon in die Freiheit des Himmels. Dieser Schmetterling war einmal eine Raupe. Gebunden am Boden. Er lebte mit wenig Licht und viel Erde. Der Himmel kennt er nicht. Und irgendwann kommt der Rückzug, das Ende seines Erdenlebens. Er wird zurückgezogen in den Kokon. Und er weiss nicht was mit ihm geschieht. Der Kokon ist eine Hülle, oder besser ein Grab für ihn. Völlig abgeschnitten von seinem bisherigen Leben. Dunkel. Von aussen sieht es aus, als wäre alles vorbei. Aber genau dort, wo nichts mehr geht, geschieht das Entscheidende: Das Alte stirbt, löst sich auf, in dem es sich verwandelt. Radikal. Auferstehung ist kein «Delete»-Knopf. Auferstehung ist Art von Verwandlung. Dieser Prozess gilt nicht nur für unser Lebensende. Ich denke, diese Erfahrung ist uns auch jetzt geschenkt.
Wir alle kennen solche „Grabzeiten“. Wenn etwas zerbricht. Wenn sich Sicherheiten auflösen. Was in der Natur gilt, gilt auf spiritueller Ebene auch uns. Ostern an, wo nichts mehr geht. Gott wirkt nicht dort, wo wir stark sind, sondern dort, wo wir loslassen müssen, wie die Raupe ihr Leben in ihrem Kokon-Grab. Und vielleicht ist genau das der schwierigste Schritt: die Angst und Unsicherheit nicht noch mehr festhalten, sondern sie loszulassen. Gott übergeben, was wir nicht mehr tragen können. Ihn bitten: «Gestalte du neu, was ich nicht mehr im Griff habe». Um uns zu befreien, von dem, was uns nur noch mehr in den Boden drückt: dafür ist er auferstanden. Nicht nur am Ende des Lebens, sondern auch hier und jetzt. Unser Leben ist nicht bestimmt, im Grab zu bleiben und das Dunkel zu bejammern. Wir haben es in der Hand, unserem Leben die Flügel der Hoffnung zu verleihen.
Der Schmetterling auf dieser Kerze erinnert uns daran: Verwandlung ist möglich. Und sie beginnt nicht irgendwann, sondern jetzt.